OH WHAT A NIGHT!

„Greatest Unknown Hits“ von Frankie Valli!

Endlich mal wieder in eine Theatervorstellung – nach fast eineinhalb Jahren: Wir haben heute Tickets für die „Bar jeder Vernunft“. Viele Monate hatte das schöne Spiegelzelt in Berlin Wilmersdorf coronabedingt geschlossen. Nun ist die Bar mit neuer Belüftung und maximal 104 Gästen am Abend wieder in das Kulturleben Berlins gestartet. Und wie!

Im Mittelpunkt der Show steht ein Sänger, dessen Name in Deutschland nahezu unbekannt ist. Doch in USA ist Frankie Valli ein Superstar, Mitglied der illustren Rock’n Roll Hall of Fame. Mehr als 175 Millionen Tonträger hat er verkauft. Mit seiner markanten Falsettstimme und seiner Band „The Four Seasons“ hat Valli den Pop-Olymp mit etlichen Welthits beschenkt. Hits, die jeder und jede kennt!

Bar jeder Vernunft © Foto: Wiliam Glibovsky

Valli hat ewige Klassiker in die Charts gebracht wie „Can‘t Take My Eyes Off You“ (1967), „Silence Is Golden“ (1964), „Bye Bye Baby“ (1965), „Beggin“ (1967), das viele in einer Hip-Hop-Version von Madcon (2007) kennen, oder den Musical-Hit „Grease“ (1978). Die erfolgreiche Broadway-Show „Jersey Boys“ (2004) basiert auf seinem äußerst bewegten Leben und Clint Eastwood widmete dem Künstler einen Film, der 2014 in die Kinos kam. Der Mann ist inzwischen 87 Jahre alt – und immer noch auf der Bühne aktiv. Das Youtube-Video zeigt ihn 2014 bei der Show zum 4. Juli in Washington. Schön zu sehen, wie Fans aller Altersgruppen mitsingen und -swingen!

18 der größten Hits von Frankie Valli stehen auf dem Programm, an unserem Abend performt von Lorenzo di Girolamo, der ebenfalls Falsett singt, von Jan Großfeld, Paul Gerritsen und Rafael Albert. Die Jungs singen nicht nur toll, sie swingen, tanzen, entertainen – und sie ziehen sich gefühlt 30 Mal um.

© Bar jeder Vernunft

Jeder der vier verbindet eine persönliche Geschichte mit Frankie Valli: So lernte Paul Gerritsen seinen Ehemann bei „The Sun Ain‘t Gonna Shine Anymore“ kennen, einem Stück, von dem ich bisher glaubte, es sei von Cher. Lorenzo di Girolamos Großmutter war im Alter zwar schwer dement, doch den Franki-Valli-Song „Sherry“ konnte sie noch immer singen. Fehlerfrei und textsicher!

Bar jeder Vernunft © Janek Coppenhagen

Rafael Albert erwischte der Stimmbruch, als er beim Schulkonzert „Big Girls Don’t Cry“ anstimmen wollte, und Jan Großfeld nahm in Lüneburg mit einem Frankie-Valli-Song an einem Casting teil. Vegeblich, denn der Produzent kannte weder den Sänger noch das Stück.

Bar jeder Vernunft © Janek Coppenhagen

Die schwung- und temperamentvolle Tribute-Show finden wir ebenso unterhaltsam wie mitreißend. Am Ende hält es niemanden auf seinem oder ihrem Sitz – alle tanzen bei der Zugabe ausgelassen mit und verlassen das Spiegelzelt mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Bar jeder Vernunft © Janek Coppenhagen

Fazit

Nichts wie hin und gute Laune tanken. „What A Night!“ ist noch bis zum 15. August zu sehen. Ich bin aber recht sicher, dass die Frankie-Valli-Show bald wieder auf den Spielplan kommt. Dreimal musste die Premiere wegen der Pandemie verschoben werden. Es wäre zu schade, wenn es nur bei dieser einen „Staffel“ bleiben würde.

Bar jeder Vernunft © Janek Coppenhagen

Hinweis

In die Vorstellung kommt nur, wer vollständig geimpft oder genesen ist oder wer einen aktuellen Test vorweisen kann. Es gelten die allgemein bekannten Hygienevorschriften, wozu natürlich das Tragen einer medizinischen Maske bis zum Platz gehört. Am Platz dürfen wir die Maske ablegen!

Bar jeder Vernunft © by XAMAX

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