Halong Bucht in Vietnam (mit Video)

Wir haben uns einen langgehegten Wunsch erfüllt und sind durch die weltberühmte Halong Bucht in Vietnam geschippert. Eine Landschaft zum Träumen: Aus dem smaragdgrünen Wasser erheben sich tausende Kalksteinkegel, die am Morgen, wenn die Sonne noch tief steht und die Luft leicht diesig ist, wie getuscht aussehen. Man ahnt, wo vietnamesische Künstler die Inspiration für ihre Bilder fanden und finden.

Eine magische Landschaft

Vịnh Hạ Long, so der vietnamesische Name, bedeutet Bucht des untertauchenden Drachens. Tatsächlich haben wir den Eindruck, nicht auf Felsen, sondern auf Drachenrücken zu blicken, die aus dem Meer ragen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist DIE Top-Destination in Vietnam. Natürlich sind wir an diesem Hotspot des Tourismus nicht ganz allein. Täglich sind hunderte Schiffe mit vielen tausend Menschen an Bord unterwegs. Dennoch: Auf den rund 1.500 Quadratkilometern, die das Gebiet umfasst, „vertanzt“ sich das ganz gut. Immer wieder ruht der Blick auf unberührter Landschaft. Eine reine Erholung für Augen und Seele.

Bootstouren

Unseren Trip hatten wir bereits in Deutschland gebucht – nach ein wenig Recherche im Netz sind wir bei Asia Tour Advisor gelandet, die etliche Boote betreiben. Das Schiff, das wir uns ursprünglich ausgesucht hatten, war bereits ausgebucht. Man empfahl uns die V’SPIRIT PREMIER, die recht schön ist, wenn auch etwas in die Jahre gekommen. Ein Make over könnte nicht schaden. Unsere Kabine, eine „Deluxe Double Suite“, war deutlich kleiner als angegeben: Maximal 12 Quadratmeter, statt 24 wie auf der Homepage von Asia Tour Advisor zu lesen. Auch entspricht das Foto keineswegs der Realität. Es gibt sicher bessere Boote und ehrlichere Angaben. Tipp: Man kann die Trips auch bei den Reisebüros direkt in Hanoi buchen, was deutlich günstiger ist.

Die Organisation war indes perfekt, von der Abholung am Hotel in Hanoi bis zu den Ausflügen – Alles hat toll geklappt. Wir wurden an Bord von einer supernetten, sehr aufmerksamen Crew betreut und das Essen war exzellent. Insofern alles gut.

Nehmt Euch ein bisschen Zeit!

Der wichtigste und wertvollste Tipp war es, eine 3-Tages-Tour zu buchen. Vorteil: Wir waren zwei Nächte an Bord und hatten dadurch einen vollen Tag, um die Halong Bay zu erleben, während Gäste bei nur einer Nacht an Bord am zweiten Tag nach einem Miniausflug zu den Austernfischern schon wieder zum Festland gefahren werden.

Tag 1

Kurz nach neun Uhr wurden wir in unserem Hotel in Hanoi (La Siesta Hotel Trendy) abgeholt und zum Hafen von Cat Hai gefahren. Dort ging es an Bord eines Schnellboots, das uns zur V’SPIRIT brachte, wo uns die Crew mit einem feinen vietnamesischen Lunch-Buffet begrüßte. Die Anreise dauerte alles in allem rund fünf Stunden.

Am Nachmittag stand ein Ausflug nach Tra Bau auf dem Programm, wo einige Mitreisende in Kajaks umstiegen und wir in ein Bambusboot. Wir fuhren zu einer Höhle mit beeindruckenden Kalkformationen.

Die Dame, die das Boot ruderte, hatte mit sechs Gästen an Bord ganz schön zu tun.

Der Abend klang aus mit Happy Hour auf dem obersten Deck …

… und einer vielgängigen kulinarischen Reise durch Vietnams Küche im Restaurant. Hervorragend gekocht und am Tisch serviert – was mir persönlich gut gefiel, da ich kein Fan von Buffet-Essen bin.

Tag 2

Frühaufsteher wurden um 6 Uhr 30 zu einer Tai-Chi-Session auf dem Oberdeck geladen, ab 7 Uhr gab’s Frühstück und um 8 Uhr bestiegen wir ein sogenanntes Day Boat, dass uns tief hinein in die Bucht fuhr.

Unser Ziel: die größte Insel der Region Cát Bà. Ein Drittel der Insel gehört allein der Natur. Der Nationalpark, ein Welt-Biosphärenreservat, erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 25.000 Hektar.  

Am kleinen Hafen der Insel angekommen, stiegen wir auf Fahrräder, um zum Dörfchen Viet Hai zu radeln – vorbei an leuchtend grünen Reisfeldern und mitten durch den Regenwald. Viet Hai ist hübsch herausgeputzt: Es gibt eine Schule, ein paar Cafés und Hostels, Kühe stehen auf den Weiden, Hühner und Enten laufen über die Straßen und die Menschen tragen die traditionellen, spitzen Hüte, die vor der Sonne schützen. Auch wurden wir zu einer Probe Reiswein eingeladen, der in verschiedenen Varianten im Ort hergestellt wird. Wir bekamen einen (sicher nur flüchtigen) Eindruck vom Landleben in Vietnam.

Am Nachmittag fuhren wir zu einer einsamen, von tropischen Pflanzen überwucherten Insel mit einem traumhaften Strand. So könnte das Paradies ausgesehen haben.

Wir stiegen in ein Kajak und umrundeten auf diesem Weg das idyllische Eiland. Ein intensiver Tag voller Eindrücke, den wir nicht missen möchten. Zumal wir großes Glück mit dem Wetter hatten: Die Tage zuvor und danach war es recht kühl und bedeckt. Am Abend konnte man eine Jacke gut gebrauchen. Doch an diesem Tag ging der Himmel weit auf und es war sommerlich warm – mitten im vietnamesichen Winter.

Der Abend verlief ähnlich wie an Tag 1 – uns wurde ein hervoragendes vietnamesisches Menu serviert und dazu spielte ein Musiker traditionelle Melodien auf alten Instrumenten. An Tag 3 ging es nach dem Lunch zurück an Land und nach Hanoi.

Fazit

Die Halong Bucht ist wunderschön und definitiv eine Reise wert, trotz des üppigen Tourismus‘ und der vielen Menschen, die sie besuchen.

Info: Asia Tour Advisor
Schiff: V’SPIRIT PREMIER
Hotel: La Siesta Hotel Trendy
Ausflug: Cat Ba Island
Musik im Video: „Fly High Condor“, Jolly Kunjappu
Videoproduktion: nic communication & consulting
Kamera, Schnitt, Text: Mario Melzer | Redaktion: Bettina Melzer

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